Wie wird ein Buch lebendig? Und wie hält man seine ganz persönlichen Leseerlebnisse fest? Die Schülerinnen und Schüler unseres dritten Jahrgangs haben darauf im Deutschunterricht eine fantastische Antwort gefunden: Durch das Erstellen eigener, kunterbunter „Leserollen“.
In den vergangenen Wochen drehte sich in allen dritten Klassen alles um das intensive Lesen und Entdecken einer Ganzschrift. Das Besondere an diesem Projekt: Jedes Kind konnte sich auf ganz individuellem Niveau und über unterschiedlichste Herangehensweisen mit der gewählten Lektüre auseinandersetzen. Am Ende entstanden lange Papierrollen, die prall gefüllt mit Aufgaben waren und ordentlich aufgerollt in gestalteten Dosen ihren Platz fanden.
Kreativität trifft Textarbeit
Der Weg zur fertigen Leserolle war so abwechslungsreich wie die Bücher selbst. Die Kinder bearbeiteten eine Vielzahl von Arbeitsaufträgen, bei denen sowohl analytische Fähigkeiten als auch viel Fantasie gefragt waren. So mussten die Schülerinnen und Schüler immer wieder tief in die Kapitel eintauchen, gezielt nach Textstellen suchen und sich intensiv mit dem Gesamtwerk beschäftigen.
Neben klassischen inhaltlichen Aufgaben – wie dem Verfassen ausführlicher Steckbriefe zu den Charakteren oder dem Schreiben eines persönlichen Briefes an eine Hauptfigur – kam auch die Kreativität keineswegs zu kurz. Die Kinder zeichneten eigene Comic-Bilder zu Schlüsselszenen, entwarfen alternative Buchcover und dachten sich völlig neue, spannende Buchtitel aus. Das äußere Herzstück des Projekts bildete eine leere Pringles-Dose: Diese wurde von den Kindern von außen passend zum Inhalt gestaltet, mit Bildern beklebt und diente als schützende Hülle für die lange Leserolle.
Die Klasse 3a tauchte ab mit „Lilli und Flosse“
Einen Einblick bot dabei die Klasse 3a. Sie las als gemeinsame Klassenlektüre das Buch „Lilli und Flosse“ von Cornelia Funke. Inspiriert von der magischen Unterwassergeschichte gestalteten die Kinder ihre Dosen und erweckten die Abenteuer der kleinen Meerjungfrau und ihres besten Freundes zum Leben.
Durch die differenzierten Aufgabenstellungen konnte am Ende jedes Kind stolz auf sein eigenes, maßgeschneidertes Werk sein. Das Projekt hat einmal mehr gezeigt, wie viel Freude Literatur bereiten kann, wenn man sie sprichwörtlich „selbst gestaltet“.
Hier sind ein paar Bilder aus der Klasse 3a und ihren fertigen Produkten:
